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Gregor Kalus: Figurative Tuschemalerei und abstrakte Malerei

Kommende Ausstellung in Frankfurt

Gregor Kalus –Haltlos verbunden

19.11.-31.12.2026  

Vernissage: Mittwoch, 18.11.2026 18 bis 21 Uhr

Schwarze Tuschemalerei von Menschen auf Kettenkarussell ohne Ketten

Figurative Tuschemalerei: Fotografische Illusion und das Spiel der Wahrnehmung

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Auf den ersten Blick wirkt die Kunst von Gregor Kalus (*1980) beinahe fotografisch – stille Schwarz-Weiß-Bilder, die an frühe Fotoaufnahmen erinnern. Doch bei genauerem Hinsehen offenbart sich ihr Geheimnis: Die Linien verschwimmen, Konturen brechen auf, und der Betrachter wird in einen Akt der Vervollständigung hineingezogen. Augen und Geist füllen die Leerstellen, rekonstruieren die fehlenden Elemente, spekulieren über Identitäten. Die Suche nach Verbindung ist gewollt – und letztlich doch vergeblich.

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In der People in Motion Serie fängt Gregor Kalus flüchtige Momente menschlicher Bewegung mit schnellen, fließenden Tuschestrichen auf Papier ein. Die Figuren scheinen zu rennen, zu tanzen, zu stürzen oder zu springen, ihre Konturen bereits im Auflösen begriffen. Die Dynamik der Linien verleiht den Arbeiten einen fast filmischen Charakter – Bewegung wird nicht eingefroren, sondern spürbar gemacht. Statt individueller Identität steht hier reine Energie im Zentrum, das Wesen des Augenblicks und die Vergänglichkeit der Bewegung.

 

2026 sind in seinem Werk erstmals großformatige Arbeiten auf Leinwand entstanden, mit denen Kalus die Bildsprache seiner People in Motion-Serie in ein neues Format überführt.​​​​​​​

Königsblaue Tuschemalerei auf Synthetikpapier

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In seiner neuen monochromen Serie arbeitet Gregor Kalus mit tiefblauer Tusche auf Synthetikpapier. Die glatte, nicht saugende Oberfläche lässt die Farbe fließen, verdichten und überraschende Formen und Verläufe bilden, in denen sich gegenständliche Motive oftmals nur schemenhaft abzeichnen. So entstehen Kunstwerke zwischen Kontrolle und Zufall, Präzision und malerischer Auflösung.​​​​​​​

Zufällige Konstellationen und das Prinzip des Unbehagens

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Gregor Kalus bringt Figuren aus Welt- und Zeitgeschichte auf gänzlich willkürliche Weise zusammen: Zwischen Kurt Cobain und Yayoi Kusama, zwischen Nina Simone und Nicolás Maduro gibt es keine tatsächliche Beziehung. Was sie verbindet, ist nicht die Biografie, sondern das künstlerische Prinzip: Jede Konstellation muss mindestens eine negativ konnotierte Figur enthalten – meist einen männlichen Politiker, Diktator oder Serienmörder.

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​​Zwischen Erinnerung, Vergessen und Auflösung

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Da die Porträts kein gemeinsames Thema teilen, bleibt nur ein Nenner: die menschliche Existenz selbst – und ihre unvermeidliche Vergänglichkeit. Kalus erinnert daran, dass das Universum uns alle vergisst, unabhängig davon, wer wir sind oder waren. Seine Serie trägt deshalb den Titel dieser leisen Meditation: Space Forgets Everybody. Die Gesichter erscheinen bereits im Auflösungsprozess, als hätte das Vergessen schon begonnen. Die Bilder markieren den Schwellenbereich zwischen Erinnerung und Vergessen.

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Kalus’ Interesse am menschlichen Bild setzt sich in seiner Aktserie fort, in der er den Körper in seiner unmittelbarsten Form untersucht. Diese Werke idealisieren nicht und sie objektifizieren nicht. Vielmehr bewegen sie sich zwischen Intimität und Abstraktion, zeigen den menschlichen Körper mit seltener Zurückhaltung. Sparsame Linien, minimale Tuscheflächen und bewusste Auslassungen laden den Betrachter dazu ein, das Fehlende in der eigenen Vorstellung zu ergänzen.

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Die Figuren sind oft fragmentiert, angedeutet statt klar gezeichnet, als würden sie sich dem Blick entziehen. Diese gewollte Unbestimmtheit verleiht den Arbeiten eine besondere Spannung – die Körper sind zugleich anwesend und abwesend, verletzlich und widerständig.​​​

Abstrakte ebenenreiche Ölmalerei

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Da die Tuschemalerei höchste Konzentration und Präzision verlangt, suchte Kalus schließlich nach einem Gegenpol zu seiner figurativen Praxis. Er wandte sich großformatiger abstrakter Malerei zu, arbeitete mit Ölkreiden und seiner nichtdominanten Hand. Dieses bewusste Loslassen von Kontrolle befreit den Prozess von Intention, erlaubt ihm, so instinktiv wie möglich zu arbeiten – ein Akt des Verlernens, bei dem unterbewusste Impulse die Spurführung übernehmen. Die so entstehenden Leinwände sind dicht geschichtet, fordern die Betrachter heraus, den Linien zu folgen und nach Zusammenhängen zu suchen, auch wenn ihre Bedeutung offenbleibt und sich der individuellen Wahrnehmung überlässt.

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Im Œuvre von Gregor Kalus ruft eine Serie die nächste hervor. Figuration und Abstraktion stehen in einem fortwährenden Dialog, der ein lebendiges Gleichgewicht schafft und seine gesamte künstlerische Praxis prägt. Verbunden sind die Arbeiten nicht durch ihr Sujet, sondern durch eine stille Meditation darüber, was es heißt zu sehen, sich zu erinnern – und zu vergessen.​​

Biografie

 

*1980 Kalisz Pomorski - PL 

1991 Umsiedlung nach Deutschland 

2003-2011 Studium der Wirtschaftswissenschaften

2011-2014 Tätigkeit als Ingenieur

seit 2014 freischaffender Künstler

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Ausstellungen und Projekte

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2026

Art Toronto - Schlieder Contemporary - Toronto CA

Positions Berlin - gräfe art.concept - Berlin DE

Enter Art Fair - AR Gallery - Kopenhagen DK

Paper Positions Berlin - Schlieder Contemporary - Berlin DE

Schlieder Contemporary  (E) - Frankfurt am Main DE

2025

Art Toronto - Schlieder Contemporary - Toronto CA

Schlieder Contemporary - Frankfurt am Main DE

Art Karlsruhe - Schlieder Contemporary - Karlsruhe DE

2024

Schlieder Contemporary (E)- Frankfurt am Main DE

Art Karlsruhe, gräfe art.concept - Karlsruhe DE

Affordable Art Fair Berlin - gräfe art.concept - Berlin DE

Affordable Art Fair Hamburg - gräfe art.concept - Hamburg DE

2023

Schlieder Contemporary - Frankfurt am Main DE

Art Karlsruhe - gräfe art.concept - Karlsruhe DE

Affordable Art Fair Hamburg - gräfe art.concept - Hamburg DE

2022

gräfe art.concept - Berlin DE

Cover für Albert Camus "Der Fall" / Rowohlt Verlag

Affordable Art Fair Hamburg - gräfe art.concept - Hamburg DE

2018

gräfe art.concept - Berlin DE

2017

Berliner Liste - Berlin DE

2016

greskewitz kleinitz galerie - Hamburg DE

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